Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

18

erbebte. Aber in demſelben Augenblicke erhielt die Fregatte auch den erſten Stoß an einer Klippe. Die Gewalt deſſelben warf Alles, was auf den Beinen ſtand, über den Haufen.

Jeſus Chriſtus! ſchrie Gad und ſtürzte auf den troſtloſen Prieſter zu, um ſich Troſt zu holen. Es iſt aus! Alles iſt Teufelswerk! Der ſchreckliche Hexen⸗ meiſter Flarmann, oder wie er ſonſt heißen mag, hat durch teufliſche Zauberkünſte den Kapitän ſo tief in See gelockt und nun dieſen Sturm erregt, um uns zu verderben!

Mit Verlaub, Kapitänlieutenant, ſchwatzte Ha⸗ bermann,ſo hättet Ihr wohlgethan, ihn zurückzu⸗ halten, ſtatt auszubeißen. Wär' er noch hier, ſo wären auch wir geborgen.

O wär' er hier! jammerte Gad,der Teufel hülfe uns ſeinetwegen auch mit durch. Magiſter, be⸗ ſchwört den Teufel!

Oha! ſtöhnte Jener.Ich habe keine Macht über den Teufel. Der Kapitän ging mit ungeſtör⸗ ter Ruhe vorüber, und befahl den Matroſen, den Leck zu verſtopfen.

Ich wette, ſagte er,der Kaplan wird nachher über die Wellen dahingehen an's trockne Land und uns Alle auslachen. Gad aber nahm dieſe Worte für Ernſt und hing ſich wie ein Sack in den Bibel⸗ riemen, damit der Meerwanderer ihn mit ſich fort⸗ ſchleppen möchte.

Der Leck wurde vermacht und das eingedrungene Waſſer ausgepumpt. Die frühere Unruhe vor der Gefahr war von Noreroß gewichen, ſo wie die Ge⸗ fahr da war und er ihr in's Ange ſehen konnte. Und je größer dieſe Gefahr wurde, deſto ruhiger ſchien er zu werden und über ſein, erſt ſo düſteres Geſicht