Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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Unbehagen zur Angſt. Friederike konnte natürlich in Chriſtinens Beiſein den Knaben, den ſie hier und in ſolchen Verhältniſſen zu ſehen ſo höchlich verwundert war, nicht ausfragen; ſie legte den Finger auf den Mund, nahm ihm den Brief ab und bedeutete ihn, die Antwort zu einer gelegnen Zeit zu holen. Juel verſtand und ging. Am Abend war er wieder dort, und fand ſie, wie er gehofft hatte, allein.

Aber, Junge, rief ſie ihm entgegen,biſt Du denn ein Hexenmeiſter? Haſt Du denn etwas vom Lord Palmerſton profitirt?

Die Sache geht natürlich zu, wie alle Hexereien des Lieutenants Flaxmann, obgleich Kapitänlieutenant Gad und Meiſter Habermann bis dieſe Stunde dabei bleiben, der Teufel ſei im Spiele. Hierauf erzählte er ausführlich und offenherzig, wie er Jokei des Kron⸗ prinzen geworden war.

Du haſt Anlagen ein großer Mann zu werden, entweder ein großer Admiral oder ein großer Spitz⸗ bube. Aber das Alles haſt Du ohne mich vollbrin⸗ gen können?

Es war ſo des Kapitäns ausdrücklicher Befehl. Er wollte Euch ſchonen, im Fall etwas entdeckt würde. Und das muß Euch ja lieb ſein, ſchöne Dame.

Sieh', Du biſt doch noch ein Kind und verſtehſt Dich ſchlecht auf ein ſtolzes Weiberherz Aber Dein Kapitän iſt ſchier eben ſo unerfahren als Du; oder aber, er hat ganz andere Gründe und Urſachen.

Bei Gott nicht! rief Juel erſchrocken.Glaubt, was ich Euch ſage. Mein Kapitän liebt Euch viel zu ſehr, als daß er nur den Gedanken ertragen könnte, Ihr würdet von Seiten des Hofes mit dem leiſeſten Verdachte belaſtet, mit ihm in irgend einer Verbindung zu ſtehen. Und nun erzählte er gutmüthig⸗kindlich,