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König Karl hätte ſchon lange über alle ſeine Feinde triumphirt.“
Juel hatte nun nichts Eiligeres zu thun, als den Lieutenant Flaxmann aufzuſuchen und ihn mit der Sinnesänderung des Kapitän bekannt zu machen. Die⸗ ſer verfügte ſich, darüber erfreut, ſofort an Bord des Graf⸗Mörner, wo er, nach Vermuthen, den Kapitän wirklich in voller Arbeit antraf. Die Nacht war unter⸗ deſſen ganz hereingebrochen, und die beiden Offiziere ſetzten ſich an die Lampe des Fockmaſtes und theilten einander ihre Gedanken mit.
„Kapitän,“ ſagte Flaxmann mit Wärme, und er⸗ griff Norcroß Hand,„ich höre mit Entzücken, daß Ihr noch einen Verſuch machen wollt.“
„Ja, noch einen Wurf will ich wagen. Fallen mir die Würfel wieder ungünſtig, dann—“ ein Seufzer erſtickte ſeine Rede.
„Ach, Freund!“ rief der Lieutenant,„Euer„Dann“ iſt für mich von noch größerer Bedeutung, als für Euch. Ich knüpfte nicht allein ein politiſches Glück, nein, auch das Glück meines Herzens daran.“
„Und könnt Ihr denn ſo beſtimmt wiſſen, daß ich nicht daſſelbe that, mein Freund?“ verſetzte Noreroß betont.
„Wie ſoll ich Euere Worte verſtehen.“
„Ihr wißt, Kamerad, mit welcher Glut ich das Fräulein von Gabel liebe. Es iſt mir nicht anders, als wandelte ich noch einmal unter den blühenden Mantelbäumen Portugals. Nach meinem letzten Beſuch bei Friederiken in Kopenhagen war ich mit mir in's Klare gekommen, daß ich nur in ihrem Beſitz glücklich werden könne. Meine Frau kann nie das glühende Herz befriedigen. Das Alles ſah ich ein; ich fand, daß ich namenlos elend ſei. Da ſchwur ich einſt in


