Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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le einmal den Muth verloren habt, was ich aber nicht glauben kann, o ſo ſucht ihn wieder zu gewinnen und es wird Euch Alles gelingen! Sagt nur, was hat Euch zeither gefehlt? Ach, ich weiß es ſelbſt nicht! ſeufzte der Kapi⸗ tän.Doch! doch! rief er ſich ſelbſt wieder zu,ich hab' es Dir ja eben geſagt, Junge, Muth hat mir gefehlt. Es ſcheint faſt, als ſollte ich ihn durch Dich wieder erlangen. Dann wär' ich ja der glücklichſte Schiffsjunge auf der Welt. Seht, Ihr mögt nun an das Gelingen 1 Eueres Planes noch ſo ſchöne Erwartungen geknüpft haben, glaubt nur, für mich war es auch keine Kleinig⸗ keit; denn ich ſollte ja Kadet werden, wenn wir das königliche Blut gekapert hätten, und nun bin ich noch immer Schiffsjunge. Aber den Muth hab' ich doch nicht verloren und immer und immer gedacht: wer weiß, wie ſich's fügt; wir faſſen ihn doch noch und Du biſt Kadet. Denkt eben ſo, Herr, und ſinnt auf neue Pläne.

Ja, ich will eben ſo denken, Herzensjunge. Und für dieſen Troſt ſollſt Du Kadet ſein.

Iſt's möglich! Victoria! ich habe geſiegt, und ſo werdet Ihr auch ſiegen. Ich habe erlangt, was ich erſehnt; Ihr werdet es auch. Nun ſeht, wie mir der Kamm ſchwillt! Ich will worgen, eh' der Tag graut,

fort nach Seeland; ich will ſpioniren; ich will alle Löcher durchkriegen, will mich vom Prinzen unterhalten, ja wohl gar als Bedienter anſtellen laſſen, und Euch dann Nachricht geben, wann er Euch nicht entwiſchen kann. Laßt mich noch einmal mit Courtin reden. Es ſoll Alles gut gehen.

Geh' mit Gott, braver Junge! Wahrlich, ſchlüge in aller Schweden Bruſt ein Herz, wie das Deinige,