Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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Ei, daß Ihr Euch aber auch ein Haus auf dem Lande bauen wollt, ſagte Juel, durch des Kapitäns Tröſtung erheitert, mit komiſcher Kindlichkeit.Ein ſo erfahrner Seemann, der ſo ganz und gar nur für das Waſſer und auf dem Waſſer lebt, hätte ſich doch billiger Weiſe ein Schiff bauen ſollen, einen Dreidecker mit hundert und zwanzig Metallzähnen.

Du haſt bei Gott Recht, lachte Noreroß auf, und daran wird alle Schuld gelegen haben. Ein Schiff hätt' ich mir in Gedanken von meinen Wün⸗ ſchen bauen ſollen. Aber ſieh, dazu gehört zuerſt der

Kiel; auf dem Kiele ruht der ganze Schiffbau. Hab'

ich den Kiel, dann friſch drauf los. Dem Schiffe gleicht mein Leben, nicht dem Hauſe; es ſchwankt und ſchwebt, und iſt allen Stürmen preisgegeben. Nicht an die Scholle iſt's gekettet, wie das Wohnhaus des Landmanns; es treibt in die weite Welt hinaus wie das Waſſerhaus des Schiffers. Ja, ja, ein Schiff Junge! Du machſt mir Freude mit Deinem Einfall. Aber wenn wir nur erſt den Kiel hätten.

Ich errathe wohl, wen Ihr unter dem Kiel ver⸗ ſteht, Kapitän. Na, bis jetzt habt Ihr Euch immer nur nach einem Grundſtein umgeſehen zu einem miſe⸗ rabeln Wohnhauſe, und das war eine Sünde von Euch und die Sache konnte natürlicher Weiſe nicht gelingen. Ihr lacht, es iſt ganz in der Ordnung, daß Ihr den Prinzen noch nicht erwiſchtet; denn er iſt kein Stein, der in der Erde liegt und erſt herausgegraben werden muß, um zum Grundſtein zu dienen; bewahre der Himmel! er iſt eine Eiche, ein Königsbaum, und ganz zum Kiel eines Schiffes geeignet. Holt ihn Euch als Kiel und Ihr werdet ihn haben.

Junge, Du könnteſt mir wieder Muth machen.

Ich beſchwör' Euch, Herr Kapitän, wenn Ihr