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füllte Grog in ſich, nicht anders, als könne er den Graf⸗Mörner damit flott machen! Der alte Ebbe Reetz ſaß den ganzen Tag auf einem in die See hin⸗ ausſpringenden Steinblock und beobachtete das Waſſer, und der Oberbootsmann Pehrſohn flocht mit den Ma⸗ troſen am Ufer Taue. Die jüngern Officiere jagten den ſchmucken Mädchen nach, und ſo dachte Niemand an eine Abreiſe, oder auch nur an den nächſten Mor⸗ gen, und am wenigſten kümmerte man ſich um des Kapitäns Kummer. Nur eine Seele war bewegt da⸗ von, die auf die Fregatte gehörte, Juel Swale. Seit dem mißglückten Attentat auf den däniſchen Kronprin⸗ zen hatte Norcroß nicht mehr mit ihm geſprochen. Dies war ihm ein tiefes Herzeleid. Dazu ſah er des geliebten Meiſters Pein und trug nun doppelt ſchwere Laſt im Herzen. Der arme Junge aß und trank nicht recht, ſaß meiſt auf ſeiner Kanone, ſchaute in's Meer und weinte. So hatte er's mehre Tage hinter ein⸗ ander getrieben, da ſah er den Kapitän gegen Abend am Ufer gehen. Er ſprang auf, lief über den Kai des Hafens und folgte Norcroß nach, und als dieſer über das Meer ſchauend ſtill ſtand, warf er ſich ihm zu Füßen und rief halb weinend und die Hände em⸗ por ſtreckend:„Ach lieber Herr Kapitän, ſeid Ihr mir bös? Ich konnte ja beim lieben Gott nichts dazu, daß wir den Schuft nicht erwiſchten. Ihr thut mir unrecht, Herr Kapitän.“
„Thörichtes Kind,“ verſetzte Norcroß bitter lä⸗ chelnd,„Du wähnſt, ich grolle Dir? Deshalb ſei ge⸗ troſt, mein Junge, mein Groll gilt allein meinem Schickſale. Ach, Du weißt nicht, Zuel, welch' wun⸗ derliches Schloß von Wünſchen und Hoffnungen ich auf das Gelingen unſeres Planes gebaut hatte! Der Grundſtein ſteht, und der Bau muß zuſammenſtürzen.“


