Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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und ausdauernd, und der ſonſt ſo beſonnene Norcroß tobte gegen ſein widriges Geſchick. Seinen Unmuth ver⸗ größerte ein Menſchenzuſammenlauf noch um ein Bedeu⸗ tendes; denn ſein beabſichtigter Raub des Kronprinzen von Dänemark war kein Geheimniß in Schonen ge⸗ blieben. Alle Leute ſprachen davon. Die Küſtenbe⸗ wohner kamen in Schaaren, ſobald ſie gehört, daß Norcroß angelangt ſei, um den gefangenen Prinzen

ſehen. Ein Theil des dem feindlichen Königsſohne zugedachten Hohnes traf nun den Kaper, der erſt von dieſem Unternehmen wie von einem Kinderſpiele ge⸗ ſprochen hatte und nun ſchon zum dritten Mal ohne den Prinzen an die ſchwediſche Küſte kam. Dieſe Stimmung des Volks, welches ſich auf die Ausfüh⸗ rung ſeines Unternehmens kindiſch gefreut hatte, war Norcroß unerträglich. Er brach noch an demſelben Tage auf und langte am Abend des andern Tags im göthaborger Hafen an. Hier lag er faſt eine Woche unthätig, ging mit Niemand um, ſelbſt Flax⸗ mann konnte ſelten etwas aus ihm herausbekommen. Er ſprach nie davon, nach Stockholm zu ſeiner Frau zurückzukehren, und wenn ihn Flaxmann daran erin⸗ nerte, wehrte er ihn ſchweigend mit der Hand ab. Tags über ſaß er im Zimmer und ſchien über etwas zu brüten, wenn aber der Abend vom Meer herüber an's Land fluthete, dann ſchien's in ihm zu toben und er wurde lebendiger. Allein lief er dann am Ufer des Meers und ließ ſich vom Sturme ſchlagen und ſchaute in die Finſterniß nach Seeland zu, als müſſe ihm dort der Stern ſeines Lebens aufgehen. Dann hörten ihn wohl einzelne Schiffer, die ſich verſpätet, den Namen Friederike über das Meer hinrufen und noch andere wunderliche Worte, ſo daß ihnen grauſig wurde und ſie von dannen eilten; denn ſie meinten