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reißen. Er warf noch einen Blick auf die Straße, da gewahrte er zu ſeinem größten Verdruß einen Trupp Menſchen, die kaum noch einige hundert Schritte von ihm waren. Es war unmöglich, den Angriff im An⸗ geſicht dieſer Leute zu wagen, und doch war es mehr als wahrſcheinlich, daß, eh' ſie weit genug entfernt ſeien, der günſtige Augenblick und mit ihm der Kron⸗ prinz vorüber wäre. Doch der Leibdiener war um⸗ ſtändlich, und Juel, der die herankommenden Men⸗ ſchen auch wahrgenommen hatte, ſo ſchlau, ihn oft mit Winſeln und Klagen zu unterbrechen, auch ſogar eini⸗ gemale die Sache anders zu erzählen, Alles, um nur Zeit zu gewinnen. Der Kronprinz hörte geduldig zu und richtete ſogar einige verfängliche Fragen an Juel, die dieſer aber pfiffig beautwortete. Die Leute waren unterdeſſen herangekommen und gingen mit entblößten Häuptern hinter den Pferden weg. Norcroß, von der Tigerbegierde, mit welcher er auf ſein Opfer hin⸗ ſtarrte, unvorſichtig gemacht, wendete weder das Ge⸗ ſicht ab, noch ſuchte er es in der Jacke oder unter dem Hute zu verbergen; er wartete mit der peinlich⸗ ſten Ungeduld, daß die Leute die Brücke erſt im Rük⸗ ken haben möchten. Plötzlich hörte er die Worte in ſein Ohr tönen:„Da ſteht ein Kerl, wenn der nicht ausſieht, wie der ſchwediſche Freibeuter Norcroß, ſo will ich heute noch am Focktau hängen.“ Aber der Halbverrathene verrieth ſich nicht ganz. Obgleich ihm dieſe Worte alle Nerven zucken machten, ſo verzog ſich doch keine Miene in ſeinem Geſichte; er ſah ſich gleich⸗ gültig um und gewahrte zwei Matroſen in der Ge⸗ ſellſchaft der Luſtwandler, von denen ihm Einer be⸗ kannt vorkam.
„Du biſt nicht klug,“ verſetzte der Andere;„wie ſollte dieſer Seehahn ſich hieher wagen?“


