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„Ich werde doch den Noreroß kennen,“ ſagte der erſte Sprecher wieder,„hat er mich doch zweimal in ſeinen Klauen gehabt, und es iſt ja kaum ein gutes Vierteljahr her, daß er mich am jütländiſchen Walle aufbrachte und nach Marſtrand ſchleppte, wo mich's meine dreißig Thaler koſtete, um frei zu werden. Wenn nur der gnädige Herr Kronprinz nicht da in der Nähe hielte, ſo wollte ich ihn anreden. Die Aehnlichkeit kann nicht größer ſein, wenn's ein Andrer iſt. Aber es iſt wider den Reſpekt, da ſtehen zu bleiben.“ Nor⸗ eroß ſtand wie auf glühenden Kohlen, aber er ſollte in noch größere Verlegenheit kommen; er ſollte das ſpitze, zweiſchneidige Schwert an einem Pferdehaar über ſeinem Haupte ſchweben ſehen. Der Kronprinz fragte nämlich in dieſem Augenblicke:„Was ſtehen die Leute dort? Warum iſt die Straße heute ſo lebhaft?“
Der Marſchall von Gersdorf ritt heran, that aber nur die letzte Frage an die beiden Matroſen. Sie antworteten alſo auch nur:„Es iſt heute Wurſt⸗ ſchmaus und Tanz in Güldenlund,“ und eilten ſodann, daß ſie fortkamen. Hätte er die erſte Frage des Kron⸗ prinzen auch an ſie gethan, ſo wäre Norcroß ohne Zweifel verrathen geweſen. Aber in demſelben Au⸗ genblick ſprengte der Kronprinz davon, indem er Juel
zurief:„Komm Nachmittag auf's Schloß; ich will für Dich ſorgen.“ Auf ſeinen Wink warf Jverbrink dem
Jungen noch ein Geldgeſchenk zu. Der Marſchall von Gersdorf hatte unterdeſſen den verkappten Kaperkapi⸗ tän einen Augenblick lang mit den Augen firirt und ritt dann, in Nachdenken verſunken, neben dem Kron⸗ prinzen, ſo daß dieſer ihn fragte, warum er plötzlich ſo ſtumm geworden ſei.
„Es ſtand dort ein Matroſe,“ antwortete der Mar⸗
ſchall,„deſſen Geſicht ich früher ſchen geſehn habe,


