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wir erſt den Kronprinzen, dann will ich Euch t
Fräulein ſelbſt holen. Ihr braucht alsdann 33
mehr durch Briefe und Beſtellungen einander heimzu⸗ ſuchen, ſondern könnt hübſch Tag und Nacht ſelbſt mit einander verkehren.“
„Du haſt wohl daran gethan, daß Du Dich heute nicht in die Stadt gewagt haſt,“ ſagte Noreroß.
Flaxmann aber machte ein düſteres Geſicht.
„Ueberhaupt,“ fuhr der Kapitän fort,„will es mich jetzt mehr und mehr bedünken, als hätten wir doch weit beſſer gethan, die Weiber aus dem Spiel zu laſſen. Es hat uns bis jetzt keinen Segen ge⸗ bracht, daß wir das Fräulein von Gabel mit in un⸗ ſer Geheimniß gezogen haben.“
„Ihr ſprecht Euch nur ſelbſt das Urtheil, Kapi⸗ tän,“ verſetzte Flarmann.„Es war Euer eigner Wille. Oder nein! Es war der Zug Eueres Herzens.“
Norcroß ſchwieg betroffen. Endlich ſagte er:„Es komme wie es wolle; wir pauſiren heute oder müſſen unſer Heil noch mehr verſuchen; ich habe nicht Luſt, mit dieſem Mädchen ferner zu verkehren. Weiber blei⸗ ben immer Weiber.“
„Wie es Euch beliebt, Kapitän. Ich weiß eine Zeit, wo Ihr anders ſpracht.“
„Die Anſichten ändern ſich,“ verſetzte Norecroß ſich abwendend und ſeufzte. Er hatte die Hand unwill⸗ kührlich auf das Herz gelegt, als wolle er mit der⸗ ſelben dort einen auflodernden Schmerz erſticken.
Inzwiſchen war die Zeit herangekommen, wo Juel, nach Jverbrink's Beſtellung auf der Brücke ſein ſollte Er kroch alſo wieder hinauf und kauerte ſich an die Brüſtung nieder. Norcroß gab ſeinen Matroſen Be⸗ fehl, die Flinten zu laden und die Schaluppe flott zu halten.


