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bringen. Nach einiger Zeit fing ſie an zu phantaſi⸗ ren und ſprach verkehrte Dinge von der ihr wieder⸗ fahrnen ungeheuern Ehre. Meiſter Habermann und Meiſter Brondlov verordneten ihr augenblicklich Mit⸗ tel und übernahmen ihre Pflege ſelbſt; auch ſchickte man nach ihren Kindern, weil Habermann die Anzei⸗ chen der heranſtürmenden Krankheit für bedenklich hielt.
Frau Eliſabeth und ihr Töchterlein wunderten ſich nicht wenig, den Kapitän Norcroß in die Wohnung ihrer Beſchützerin treten zu ſehen. Erſt überkam fie ein Schrecken, indem ſie die beiden Begleiter des Ka⸗ pitäns für Militärperſonen hielten, beordert, ſie we⸗ gen entdeckter Lüge in's Gefängniß zu führen; aber ſie beruhigten ſich bald, als ſie die friedlichen Geſin⸗ nungen der Angekommenen inne wurden, und als Noreroß ſich angelegentlich nach der ſchlafenden Herrin erkundigte, kam Frau Eliſabeth gar auf den Gedanken, er habe ſich eines Beſſern beſonnen und ſei gekommen, um bei Miß Palmerſton Alles wieder gut zu machen.
Der König— denn er war es wirklich— hielt ſich im dunklen Hintergrund des Zimmers auf, und der Leibarzt unterſuchte die auf dem Tiſche ſtehende, von Meiſter Habermann verordnete Medizin.
Endlich meldete Fanny das Erwachen der Miß, und der Leibarzt trat zuerſt in das Nebenzimmer, um ſich über den Zuſtand der Kranken zu unterrichten. Hierauf winkte er Norcroß und dieſer trat an das Lager.
„Ich bin gekommen, Mylady,“ redete er ſie an, „Ihnen den Scheidegruß Ihres Bruders zu bringen.“
„Fräulein von Gabel hat mich bereits von ſeiner Abreiſe unterrichtet,“ verſetzte ſie.
„So wird das Fräulein Sie auch von ſeiner Un⸗


