Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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43 nig ſchuld unterrichtet und Ihnen mitgetheilt haben, wa die ſchauderhafte Geſchichte zuſammenhängt.

Sie hat es.

In dem heute gerichtlich bei Ihnen aufgenomme⸗ nen Protokoll ſcheinen Sie Ihren Bruder ſtark im Verdachte der abſichtlichen Mitwirkung der Mordthat zu haben. Sobald Sie Ihre Meinung geändert ha⸗ ben, iſt es auch nothwendig, daß Sie auch Ihre Aus⸗ ſage ändern.

Ich habe meine Meinung nicht geändert. Was wollen Sie von mir? Ihr Anblick iſt mir uner⸗ träglich.

Die Sorge für Ihr Leben, aber auch für die Ehre Ihres Bruders hat mich zu Ihnen geführt. Ich bin ſein Freund und auch Ihr Feind nicht.

Wie, Sie haſſen mich nicht? Sie ſind nicht ge⸗ kommen, mich zu quälen?

Keineswegs. Was zwiſchen uns vorgefallen, iſt auf ewig vergeſſen.

Auf dem Geſichte der Lady ſpiegelte ſich der Kampf ihrer Seele ab.

Des Königs Majeſtät, fuhr Noreroß fort,hatte heute befohlen, daß Sie mit Ihrer Dienerſchaft binnen vierundzwanzig Stunden Stockholm und das Reich mei⸗ den ſollten; ich bringe Ihnen den Widerruf dieſes Be⸗ fehls, und der König hat die hohe Gnade, Ihnen durch mich ſeinen Leibarzt zuzuſchicken. Wollen Sie die Hülfe deſſelben annehmen?

Alles! verſetzte ſie mit zitternder Stimme.

Zur Ehrenrettung Ihres Bruders gehört, daß Sie den im Protokoll ausgeſprochenen Verdacht zurück⸗ nehmen. Wollen Sie das?

Alles, was Sie wünſchen.

Das Protokoll über Ihren Bruder muß über⸗