Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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mit zwei andern Männern herein, die, gleich ihm, in Mäntel gehüllt waren. Die Schiffsmannſchaft begrüßte den Kapitän ehrerbietig und im entſtellten Geſichte der Frau Ankarfield zeigte ſich wieder ein milder Zug, als ſie hörte, daß ihr der berühmte Kaperkapitän Norcroß die Ehre anthne, bei ihr einzukehren. Sie bekomplimentirte die neuen Gäſte nach aller Form und fragte ſo freundlich, als es ihr Gemüthszuſtand er⸗ laubte:Was iſt meinen hochzuverehrenden Herren gefällig? Wollt Ihr mir die Ehre anthun, Euch von mir raſiren zu laſſen, Herr Kapitän, ſo habt die Gnade, Euch auf jenen Seſſel niederzulaſſen; ich werde gleich meine Schuldigkeit verrichten.

Mit Verlaub, Kapitän, ich kann Euch auf Schifferparole verſichern, ſagte der Schiffschirurgus, daß Frau Ankarfield das zarteſte Meſſer führt, was je in eines Mannes Geſicht gekommen iſt; und als Mann von Fach muß ich das verſtehen. Wenn Ihr Euch ein Delicium machen wollt, ſo laßt Euch von ihr bedienen. Ihr werdet mir zugeſtehen, daß ich Euch den Bart abzunehmen weiß, als wenn er erſt in Mandelmilch geſotten wäre, aber Ehre dem Ehre gebührt. Der Frau Ankarfield ſtehe ich mit Freuden nach und Ihr werdet mir beiſtimmen, daß ihr Meſ⸗ ſer den Vorrang vor dem meinigen und allen Meſ⸗ ſern der Welt verdient. Der vorhin in die Brüche gerathene Chirurgus ſuchte durch dieſe Schmeichelre⸗ den ſich wieder einen Stein in's Bret bei der auf ihn zürnenden Frau zu bringen, und ſein pfiffiger An⸗ ſchlag gelang. Sie warf ihm einen Blick der Ver⸗ zeihung zu, indem ſie dem Kapitän auf den Stuhl ſchob und die zum Raſiren nöthigen Utenſilien zuſam⸗ mentrug. Norecroß war mit der ungemeinen Zierlich⸗ keit, womit ſie ihn bediente, ſehr zufrieden, und be⸗