Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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ärgerlich heraus:Da dem wirklich alſo iſt, ſo hat er ſeine Freiheit durch nichts weiter als ſeine hölli⸗ ſchen Zauberkünſte erlangt und den König ſelbſt be⸗ hext. Und daß er ein Hexenmann war, davon haben wir die deutlichſten Beweiſe gehabt.

Ach, Gott im Himmel! meine Ehre! meine Ehre! ſeufzte die Barbierswitwe aus tiefer Bruſt.Einen Zauberer, Schwarzkünſtler, böſen Magier und Hexen⸗ meiſter in meinem und meiner Tochter Hauſe zu ha⸗ ben! Einen Mord in meinem ehrlichen Hauſe durch die Hand eines Hexers! Meine Ehre iſt für ewig da⸗ hin; und Ihr, Meiſter Habermann, habt mich darum betrogen. Die Ehre iſt das höchſte Gut, und um das habt Ihr mich allein gebracht.

Mit Verlaub zu fragen, verſetzte der Schiffs⸗ chirurgus,wie verſteht Ihr das, Frau Ankarfield?

Habt Ihr nicht erſt gewußt, daß jener Mann mittels der ſchwarzen Kunſt übernatürliche Dinge ver⸗

richtet? Und dieſen Mann ſchickt Ihr mir, Euerer

vieljährigen Freundin, in's Haus, Euerer Freundin, von der Ihr doch wißt, daß ihr die Ehre über Alles geht? Womit hab ich ſolche Schmach von Euch er⸗ worben, Meiſter Habermann? Oder hat's mein ſeli⸗ ger Mann an Euch verdient, daß Ihr ſeine Witwe und Kinder um Ehre und Reputation bringt? Ach, Meiſter Habermann, ich kann die Schande nicht über⸗ leben! Sie brennt mir wie Kohlen auf der Seele. Hab' ich denn ſchon zu lange gelebt, daß Ihr meine Tage alſo mit allem Fleiß verkürzt?

Der Schiffschirurgus rutſchte in großer Verlegen⸗ heit auf dem Stuhle hin und her, und ungeheure Schweißtropfen quollen aus ſeiner kupferrothen Stirn. Er hatte abermals das Unglück, in ein doppeltes Feuer zu gerathen; denn die empfindlichen Vorwürfe