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„Ich beurlaube mich.“ Am Arme des Grafen Mörner entfernte ſich der glückliche Norcroß, für den ſich alle Wirrſale, in welche er ſich plötzlich verſtrickt geſehen, ſo genügend gelöſt hatten.
Der König ging aber noch lange haſtigen Schritts durch ſeine einſamen Gemächer, ſein Geiſt ſchien mit einer wichtigen Angelegenheit beſchäftigt.
4. Die höchſte und letzte Ehre.
Gegen Abend deſſelben Tages war's in der Schenk⸗ und Barbierſtube der Frau Ankarfield voll. Die Wir⸗ thin ſelbſt ſaß in ihrem Lehnſtuhl; der Schrecken der vergangenen Nacht hatte ihrer Geſundheit geſchadet; ſie fühlte ſich unwohl und war ſichtlich verfallen. Vor ihr ſaß der Schiffschirurgus Habermann und fühlte ihr den Puls mit beſorgter Miene. Auf dem Tiſche eine Theekanne, eine Schachtel mit Pillen, eine Büchſe mit Latwerge, ein Flaſche voll Medicin, ein Päckchen Pul⸗ ver. In einiger Entfernung ſah man eine ſtattliche Kliſtierſpritze, einen Aderlaßſchnepper, Schröpfköpfe, Bindezeug und Pflaſter. Den übrigen Raum der Stube hatte meiſt die Schiffsmannſchaft des Graf⸗ Mörner gefüllt, aus Neugierde, um Näheres über die Vorfälle der verwichenen Nacht zu erfahren, bei denen ſie gewiſſermaßen ſich alle betheiligt fühl⸗ ten. Auf der Ofenbank in der Ecke hatte ſich Sa⸗


