Aber auch hier wurde er zu ſeinem Verdruſſe abge⸗ wieſen und auf den andern Tag beſtellt. Verſtimm⸗ ſuchte er ſein Schiff und brachte in der einſamen Kajüte nichts weiter heraus, als daß Friederikens Raub bereits in Stockholm auf einem ſchnellen und geheimen Wege bekannt geworden ſein müſſe; denn die reichen Früchte, welche ſeine unerſchrockene Tapfer⸗ keit auf ſeinem letzten Meerzug der ſchwediſchen Krone zuwege gebracht, hätten ihm ſonſt einen andern Em⸗ pfang bereiten müſſen.
Nach einer unruhigen Nacht war er früh auf dem Wege zum Könige.
2 Flapmann's Etui.
Im Schloſſe hatte man ſchon den Empfang des Kapitäns vorbereitet. König Karl pflegte bald auf zu ſein und ſich ſogleich, wenn er ſich von ſeiner har⸗ ten Matratze erhoben hatte, in ſeinen einfachen Sol⸗ datenrock und lange Reiterſtiefeln zu ſtecken, in wel⸗ chen er ſtets zu ſehen war. Der Feldmarſchall Graf Mörner hatte eben Zutritt und erhielt Befehle, da trat der Stadtpräfekt, ein Reichsrath, in das Vor⸗ zimmer und verlangte Audienz. Der König ließ ihn herein. Der Präfekt machte mit kurzen Worten, we es der König liebte, die Anzeige des in der verwiche⸗ nen Nacht vorgefallenen Mordes nebſt der Inhafti⸗ rung des Mörders. Er nannte die betheiligte Dame.


