Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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Hauſe wohnenden vornehmen Fremden bezeichnet wor⸗ den war.Iſt er nicht ein Engländer? ſetzte er in gebrochenem Deutſch hinzu; denn Flaxmann und der Spion hatten zeither deutſch geſprochen.

So iſt's, verſetzte Flarmann engliſch,und Ihr ſeid ſein Landsmann, Herr; denn Euere Sprache ver⸗ räth Euch. Der Menſch ſtand aber ohne zu antwor⸗ ten auf und ging hinaus.

Norcroß? hatte auch der Spion gerufen.Der ſaß ja in Hamburg mit uns am Tiſche. Wir ha⸗ ben's nachher wohl erfahren, daß er's war. Sene Fregatte lag in Cuxhaven. Es iſt ein kühner Frei⸗ beuter.

Wer war der hübſche Mann, der ſo eben hinaus⸗ ging? fragte Flaxmann.

Ein Spitzbube, der uns das Gel abgenommen hat, verſetzte der Spion.

Er dient der fremden Dame, die im Hauſe wohnt, trägt ſich wie ein Gentleman und hat alle Taſchen voll Geld

Eben trat Frau Ankarfield in die Stube.

Es iſt gut, daß Ihr kommt, Frau, ſagte der Spion zu ihr.Mein Bart ſtachelt mich ganz ver⸗ teufelt, ſeit ich mein Geld verlor. Nehmt ihn mir ab.

Ihr thut mir viel Ehre an, verſetzte die Frau flüchtig, und wandte ſich zum Fräulein mit den Wor⸗ ten:Ich habe die Ehre, Euch zu vermelden, mein gnädigſtes Fräulein, daß Euer Freund ſogleich bei meiner Tochter anziehen kann. Ihr zahlt für Logis mit Meublen monatlich vier Reichsthaler. Die Koſt könnt Ihr bei mir für ihn nehmen. Für Rock, Kami⸗ ſol, Beinkleider, ſeidne Strümpfe, Manſchetten, Per⸗ rücke ſoll beſtens geſorgt und der Burſche herausge⸗ putzt werden, wie der vornehmſte Edelmann. Man

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