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„Was weinſt Du noch länger am Strande? Einen Pflüger mußt Du Dir frein, Der weilet hübſch immer im Lande, Der iſt und bleibet ſtets Dein. O nein! O nein! So kann's mit uns nicht ſein!
„Den Schiffer läßt es nicht raſten; Er muß in die Meere hinaus. Ihm winken die rieſigen Maſten, Ihn locket des Waſſers Gebraus. Sein Haus, ſein Haus Verſinkt mit Mann und Maus.
„Auf dem friedlichen Felde zu hauſen, Kein Schiffer verlangt und begehrt. Wenn die Wellen ſauſen und brauſen, Da wird ihm erſt Wonne beſchert.
Der Herd, der Herd Iſt nichts dem Schiffer werth.
„Wohlauf denn, entfaltet die Segel! Wir ſind mit dem Waſſer vertraut. Was flattern ſo ängſtlich die Vögel? Heißt Sturm ihr kreiſchender Laut? Nicht graut, nicht graut,
Wer feſt auf Gott vertraut.
„Die Windsbraut donnert; es ſplittert Vom Blitz getroffen der Maſt. Wo wär' ein Schiffer, der zittert? Wo einer vor Furcht erblaßt? Gefaßt— gefaßt Sind wir auf ew'ge Raſt.
„Und ſinkt auch das Schiff in die Tiefe; Ich wüßte nicht, wo ſich's ſo gut Rach Arbeit und Kümmerniß ſchliefe, Als in der kryſtallenen Fluth. Drum Muth! Drum Muth! Dort wird ja ausgeruht.“


