Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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Geſinnungen Euere ſechsunddreißig Jahre erſtiegen habt, ohne vom Liebesgott in feſte Bande geſchmiedet worden zu ſein. Wollt Ihr nicht bei jener Schönen anfragen, die Euere Gunſt in ſo hohem Grade zu be⸗

ſitzen ſcheint? Sie iſt dermalen vacant.

O ſpottet ihrer nicht! bat Flarmann mit einem Tone, der von ſeiner innern Verletzung ſprach.

Mit Verlaub zu melden, erhob jetzt der Chirur⸗ gus ſeine feiſte Stimme,was mich betrifft, ſo denk' ich, wir ſetzen ein kleines Boot aus, packen das ſchwarzäugige Teufelchen hinein und buriren es gleich nach Ladugards Landet hinüber. In der Karlsſtraße neben dem alten Nonnenkloſter wohnt eine ehrbare Witwe in einem Häuschen Sie hat viel Bekannt⸗ ſchaft, und ich habe die Ehre, dazu zu zählen; das macht, ihr verſtorbener Eheherr war Chirurgus und Barbier. Frau Ebba Ankarfield führt die Barbierſtube fort, ſchenkt dabei Wein und Branntwein und ver⸗ miethet ihre Zimmer an anſtändige Fremde. Man wohnt abgezogen bei ihr; denn die Paſſage iſt dort gering. Auch giebt ſie auf Verlangen ein Stübchen hinten hinaus.

Oi ich kenne die Frau Ankarfield! rief Juel Swale;ich bin mit den Matroſen zuweilen bei ihr eingekehrt. Sie macht gern Redens und hält beſonders viel auf ihre Ehre.

I! Du Wetterjunge! Mit Verlaub, Kapitän, ſo kann ſie der Bube hinführen und einen Gruß von mir bringen. Hernach, wenn unſre Sachen in Ord⸗ nung ſind, könnt Ihr ja weiter über die Sache nach⸗ denken.

Bei meiner Treu, ich glaube, Meiſter Haber⸗ mann giebt uns den beſten Rath! rief Flarmann.

Es iſt wahr! ſetzte der Kapitän hinzu.Ich