Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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durch den Kattegat, da ſtoßen wir auf das ſtralſun⸗ der Packetbvot und geben ihm eine Salve. Das Boot wollte erſt ſein Heil im Weiten ſuchen, aber wir hat⸗ ten den Kiel angebohrt und die Planken zum Siebe gemacht; es mußte nach der dritten Salve die Segel ſtreichen. Aber denkt Euch unſern Schrecken, als wir hinüberſetzen und eine Frau zerſchoſſen auf dem Bo⸗ den der Kajüte liegen finden, die einen Säugling an der blutenden Bruſt hat! Beinahe hätten wir über ſolchen Anblick die ganze Priſe in Stich gelaſſen. Nun, ich erbarmte mich des Wurms, aber wenn's doch ein Junge geweſen wäre! Nein, ein Mädel! Was half's? Ich fütterte die kleine Beſtie mit Fleiſchbrühe und Wein, ſchleppte mich damit herum, wie eine Amme und bracht's glücklich davon. Na, jetzt hat ſie einen Mann und Kinder. Ein ander Mal zwang mich der ruſſiſche Kapitän Hutchin, in deſſen Dienſten ich ſtand, ein Weib an Bord zu nehmen! Das war eine Noth!

Es iſt gut, Meiſter Reetz, unterbrach der Kapi⸗ tän den redſeligen Alten etwas ärgerlich,wir wollen der gegenwärtigen Noth gedenken und überlegen, wie wir ſie loswerden.

Ich ſehe nicht ein, begann der Lieutenant Gad etwas hochtrabend,wie man ſich auf dem Waſſer aller menſchlichen Gefühle dergeſtalt entäußern kann, daß man das Unterſte zu oberſt kehrt und den Schmuck, die Zierde, die Blüthe des Menſchengeſchlechts für deſſen Abwurf hält? Ein ſo bezauberndes Weſen, wie jene Schöne, ſollte von uns Allen hoch verehrt und im Triumph in den Hafen der Hauptſtadt eingeführt werden.

Ich wundre mich über nichts weiter, ſagte der Kapitän lächelnd,als daß Ihr mit dieſen zärtlichen