Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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gatte beſteigen ſollte. Glaubt Ihr, er werde ſchmun⸗

zeln, wenn er den Unterrock unter unſern Schiffsjacken

findet? Den rührt der Anblick eines bartloſen Geſich⸗ tes ſo wie mich, oder es wird ihm zu Muthe, wie den Hunden, wenn ſie eine Katze in der Stube riechen. Und eine feine Naſe hat die Majeſtät auch und weiß gewiß ſo gut, wie ich den Geruch eines Unterrocks vom Theerduft einer Matroſenjacke zu unterſcheiden. Zu⸗ letzt mein' ich, wenn die Sache geheim bleiben ſoll, ſo darf das Weibsbild nicht mit in den Hafen; denn in einer Stunde wüßten es alle Waſſerratten, daß aus dem Grafen⸗Mörner ein Menſch hervorgekrochen ſei, der keine Hoſen getragen habe; Ihr müßtet ſie denn in eine Kiſte packen und alſo an's Land ſchaffen laſſen oder bis um Mitternacht in der Taukammer verſtecken.

Flarmann, der daneben ſtand, pflichtete dem Boots⸗ mann bei, und auch der Kapitän fand es einleuchtend, daß Friederike nicht mit in den Hafen einlaufen dürfe..

Der Steuermann Reetz, der Lieutenant Gad und der Schiffschirurgus Habermann wurden alſo mit zum Collegium gezogen, um zu berathen, was man zu thun habe, um alles Maulgeſperre zu vermeiden.

Ich habe meine Gedanken ſchon im Stillen über die Frau gehabt, ſagte Reetz.Lieber Gott! Men⸗ ſchen ſind ja die Weiber wohl auch und Geſchöpfe Gottes, aber doch eigentlich nur halbe. Denn ſagt ſelbſt, ſie ſind da um zu eſſen und zu trinken, nicht aber, um auch zu arbeiten; ſie ſind da für die Nacht, nicht aber für den Tag; ſie ſind da für das feſte Land, nicht aber für das Meer. Auf das Waſſer ſoll keine Frau. Wir fuhren einmal es mögen wohl ein halbes Schock Jahre ſein an einem ſtürmiſchen Tage Storch, ausgew. Romane u. Novellen. Xl. 12