Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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ter das Meſſer nahm, welches er beim erſten Kano⸗ nenſchuß aus ſeiner Bindetaſche gezogen und in der flachen Hand gewetzt hatte. Seht! ſeht, Jungen! rief er ſeelenvergnügt, die kleinen Aderläſſe ſchaden Euch nichts. Auf ei⸗ nem Kaperſchiff braucht man keinen Schnepper; dieſe bitteren Kirſchen führen eben ſo gut Blut ab, und oft mehr als nöthig. Na, ZJäck, ſieh die rothe Beere aus Deinem Dickbein! Nun, was grunzeſt Du! Da, da! Gieß Dir Vitriolwaſſer drauf, dann wollen wir's verbinden. Aber Du haſt die Pille wohl im Magen, Görg? O weh Pillenfreſſer! Gebt mir ein Glas Grog! Mir wird heiß, und oben ſorgen ſie wacker für friſche Waare. Alſo mit ſich ſelbſt und den ver⸗ wundeten Matroſen plaudernd, übte der Schiffschirur⸗ gus die ſchwere Pflicht ſeines Geſchüfts mit ſokrati⸗. ſchem Gleichmuthe aus. Auf dem Verdeck des däniſchen Schiffs war es unterdeſſen zu einem hitzigen Gefecht gekommen. Ka⸗ pitän Norcroß, mit Degen und Piſtolen an der Spitze ſeiner Mannſchaft auf das feindliche Schiff gedrungen, hatte hier mehr Widerſtand gefunden als er erwartet. Sonderbar genug war es nicht der befahrte Füh⸗ rer des Schiffs, noch irgend ein anderer Befehlshaber deſſelben, welcher ſeine Leute gegen die Schweden ge⸗ führt, nein, mit einer imponirenden Gewalt, welche nur außerordentlichen Köpfen im Momente der Ge⸗ fahr zu Gebote ſteht, hatte das Commando auf dem Schiffe jener junge Mann an ſich geriſſen, welcher in Hamburg unter dem Namen Flaxmann für die däni⸗ ſche Fahne geworben worden war. Mit ſtrenger Wahrheit konnte man nicht ſagen, daß er den Ober⸗ befehl ſich angemaßt hätte, vielmehr hatten Alle, ſo⸗ wohl die Rekruten, als die noch zum Gefecht taugli⸗