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zu überhören und wandte ſich raſch zu dem Lieute⸗ nant; in demſelben Augenblicke hörte man den Ruf: „Geladen!“ ertönen, und die Burſche ſtürzten ſich vor die Kanonen, um ſie zu bedienen. Auch der Knabe hatte ſich über den Kugelkaſten geworfen und flog nun mit den eiſernen Bällen ſpielend wieder zu der Ka⸗ none, welche er kurz vorher umarmt und mit ſo ſon⸗ derbarem Namen bezeichnet hatte, und ehe noch ein Andrer mit der Ladung fertig war, lag Juel ſchon hinter dem gewaltigen Feuermörſer und richtete ihn, mit dem Auge auf der Oberfläche hin nach der Bre⸗ ſche im feindlichen Schiffe zielend. Mit feſter Hand ergriff er die glimmende Lunte und harrte des Worts, welches auch ſofort aus dem Sprachrohre über das Verdeck hindonnerte. Die Feuerſchlünde thaten ſich krachend auf, aber kaum war der Schuß hinausgefah⸗ ren, als man ſchon die Stimme des Kapitäns wieder vernahm:„Wendet! Steuert Backbord!“ Sogleich kamen ſich die Schiffe ſo nahe, daß man ſelbſt durch den dickſten Pulverdampf hindurch doch die zerſchoſſe⸗ nen Maſten des Schoners erkennen konnte.„Entert!“ befahl Norcroß, und kaum war ſeine Stimme verhallt, als auch die Matroſen ſchon die mit Haken verſehe⸗ nen Eiſen und Klammern nach dem Schoner aus⸗ warfen und ihn in wenigen Minuten mit dieſen Bän⸗ dern an den Graf⸗Mörner befeſtigten. Viele der wackern unerſchrockenen Burſche ſtürzten während die⸗ ſer Arbeit, getroffen von den Piſtolenkugeln der dä⸗ niſchen Schiffsmannſchaft. Einige hauchten ſogleich blutend ihr Leben aus, andre ſchleppten ſich, theils wimmernd, theils ihren Schmerz heldenmüthig ver⸗ bergend, über das Verdeck und die Treppe hinab, wo Meiſter Habermann, der Schiffschirurgus, ſie mit ſei⸗ nen handgreiflichen Scherzen empfing und ſogleich un⸗


