Müächte war ſicher, Handel und Verkehr litten und Europa ſeufzte unter der Laſt dieſes Kriegszuſtandes.
Eins der ſchönſten und anſehnlichſten ſchwediſchen Kaperſchiffe war die Fregatte, welche ſeit dem Früh⸗ ling 1716 der Führung des Kapitäns John Norcroß anvertraut war. Ihr Kiel war mit den nordiſchen Waſſerſtraßen vertraut, und John Noreroß im deutſchen und baltiſchen Meere wie zu Hauſe.
Stolz ſtieg der Graf⸗Mörner eines Morgens aus den Nebelmaſſen hervor, die zur Herbſtzeit auf der Oſtſee liegen; ſchon flogen die oberſten Hüllen flatternd um die Spieren, Maſten und Raaen des majeſtätiſchen Schiffs, deſſen Hauptſegel eingerefft waren. Die ſieg⸗ reichen Strahlen der Sonne drückten die Nebel herab, in ſchneller Flucht eilten ſie verſchwindend und zer⸗ rinnend über die ruhigen Gewäſſer und gaben das Takelwerk und den Rumpf der Fregatte mit ſeinen Planken und Stückpforten den Blicken der Sonne preis. In behaglicher Ruhe ſchaukelte ſich der Bau auf der ſanft bewegten Meerfluth, und an den kreuz⸗ weis gegeneinander geſtellten kleinern Segeln konnte man die Abſicht erkennen, das Schiff ſtill zu halten. Kaum aber hatten die verflogenen Nebel eine Ausſicht über die Meeresfläche vergönnt, als man auf den Wink des auf dem Verdeck ſtehenden Kapitäns die Pfeife des Bootsmanns durch alle Räume des Schiffs ſchrillen hörte, und das Gewühl der Matroſen auf den Treppen, an den Kanonen, an den Tauen und Se⸗ geln, von jenen Ausrufungen, die nur ein Seemanns⸗ ohr gut verträgt, begleitet, über das Schiff hinbrauſte, um gleich darauf einer großen Stille Platz zu machen, in welcher Jeder an dem ihm gehörigen Platze des be⸗ fehlenden Worts gewärtig war.
Augenblicklich erſchallte durch das Sprachrohr der


