Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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Ruf:Laßt die Segel los! Dreht das Branſegel! Setzt noch ein Vorderſegel bei! Legt Euch vor den Wind und geht in's Fahrwaſſer! Nun ſah man die Matroſen wie Katzen an den Tauen hinaufklettern und ſich an den Raaen feſtklammern, und alſobald ſtürzte die ſchwere betheerte Leinewand an den Maſten herab und hing, während man nur das Klappern der Taue und des Holzes hörte, ſchlaff herab, bis ſie allmälig ein vom Meere herüberſtreichender Oſtwind aufblähte, und der Steuermann das Schiff in den Wind brachte, welches, von dieſem Morgengruße erfreut, leicht und ſicher dahinſchoß. Die Sonne hatte ihre ſiegreiche Herrſchaft über die Gewäſſer ausgebreitet und Kapi⸗ tän Norcroß ließ ſich, rüſtig und frohen Muthes über das Verdeck ſchreitend, von ihren Strahlen beſcheinen und vom friſchen Morgenhauch umwehen. Des Kapi⸗ täns Anzug war von dem, welchen er im Kaffeehauſe zu Hamburg getragen, ſo verſchieden, daß man ihn ſchwerlich würde wieder erkannt haben, wenn nicht ſein ausgezeichnetes Geſicht alle übrigen Aeußerlichkeiten entbehrlich gemacht hätte. Ueber die unſcheinbaren großen Schnallen ſeiner breiten Laſchenſchuhe hing jetzt die weite geſtreifte Matroſenhoſe; um den dun⸗ kelgrünen Rock war über den Hüften die rothe Tuch⸗ ſchärpe gebunden, welche ihn als Befehlshaber der Fregatte bezeichnete; an der Seite ſteckte der kurze Degen, welchen nur Seeoffiziere zu tragen pflegen; das ſchwarze Halstuch hing weitgeknüpft um den Hals, auf deſſen weißen Hemdkragen ſich ſtatt der Perrücke die natürlichen Locken eines glänzenden braunen Haars herabringelten. Leicht darauf geſtülpt war die lederne Seemannskappe, die den dreieckigen Hut verdrängt hatte. Unter dem Arme hielt er das Sprachrohr, und ſein ſcharfes Auge überblitzte bald die Meerfläche, bald