Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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ſtesempörung war.Rührt nicht an dieſes Büchlein; wir wären Beide des Todes! Zum andernmal fuhr Kreuz zurück; denn die Drohung ſchien wirklich von Seiten des Rekruten in Erfüllung zu gehen, ohne daß das Buch von einer andern Hand berührt wor⸗ den war; ſeine Stimme klang ja ſchon wie die eines Sterbenden, über die blauen bebenden Lippen floß Speichel und auf dem Geſichte wurde eine Art To⸗ desſchweiß ſichtbar. Der Lieutenant, wenn er auch nicht an den eignen Tod durch Berührung des Büch⸗ leins glaubte, ſchien doch für den Rekruten oder viel⸗ mehr für die dreißig baare Reichsthaler, die er koſtete, zu fürchten. Von der andern Seite ſtachelte ihn Neu⸗ gier, ſo daß er ihren Verſuchungen erlag, und zum drittenmal die ungeſchickten Finger nach dem Etui ausſpreizte, indem er mit Hohnlachen, um ſeine Ver⸗ legenheit zu verbergen, rief:Mordelement! Lieutenant Kreuz hat ſich nicht vor den Kanonen und Granaten des ſchwediſchen Löwen gefürchtet, wird ſich doch bei des Teufels Pech und Schwefel! nicht vor dem Dreck⸗ dings da fürchten ſollen. Her damit! Ich habe ein Recht zu fragen, was das Brieftäſchlein enthält? Er rührte an das Band, aber in demſelben Au⸗

genblick ſtürzte Flaxmann ohnmächtig zuſammen, und

der franzöſiſche Bvotsmann fing den Unglücklichen auf.

Sacre coquin! fluchte dieſer und ballte dem beſtürzten Lientenant die Fauſt entgegen,was geht Dich dieſe Brieftaſche an? Meinſt Du, wir wüßten nicht, wie Ihr marauds dieſen meinen Freund mit falſchen Würfeln und betrügeriſchen Karten ausgeplün⸗ dert habt? Willſt Du ihn auch hier noch berauben und das letzte Eigenthum, das er vor Euern Diebs⸗ krallen verborgen, abnehmen? Ich will mich doch ein⸗ mal in Kopenhagen erkundigen, ob dies der König