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Mohrenbataillon mit Damascenerklingen dreinhauen!“ Mit dieſen Worten griff er in den Kragen des Hem⸗ des und riß es dem Jüngling vom Leibe. Ein ſchö⸗ ner, faſt weiblich zarter Körper ſtellte ſich den Blicken der Umſtehenden dar. Flaxmann hielt die Hände noch immer über die Bruſt gebreitet, und deckte damit das Etui, welches an einem um den Hals laufenden ſei⸗ denen Bande befeſtigt war.
„Doctor, thut Euere Schuldigkeit!“ befahl der Liegtenant dem Chirurgus.„Arme gerade!“ com⸗ mandirte er den Rekruten, und als dieſer nicht ge⸗ horchte, verſetzte er ihm mit der flachen Klinge einen Hieb und riß ihm die Hände von der Bruſt. Alle ſahen ein in rothen Saffian gebundenes Büchlein in Form einer Brieftaſche mit einem Schlößchen an dem Bande hängen.„Potz Pulver und Blei!“ rief der Lieutenant verwundert und ſtreckte die Hand nach dem Etui aus.„Was haſt Du hier, Burſche? Laß ſehen!“ Das Geſicht des Jünglings hatte ſich während dieſer Worte ſo eigenthümlich verändert, daß ſelbſt der Bieute⸗ nant den vorwärts gethanen Schritt wieder zurückwich und die emporgehobene Hand wieder fallen ließ. Die Andern ſahen mit neugierigen Augen auf den Rekru⸗ ten, den der Chirurgus fragte, ob ihm nicht wohl ſei? Flaxmann ſchien die Frage nicht zu hören und ſtand wie angewurzelt.
„Mordelement!“ rief Kreuz, deſſen Verblüfftheit gewichen war,„willſt Du wohl antworten? Was hängt da für ein Ding an Deiner Bruſt? Gib's her! Was hat ein däniſcher Soldat mit ſolchem Dings zu ſchaffen? Her damit!“ Und abermals wollte er, da keine Antwort erfolgte, danach greifen.
„Um aller Heiligen willen!“ rief der Rekrut mit einer Stimme, welche der Ausdruck der höchſten Gei⸗


