Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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einem guten Lieutenant. Vrai bot) aus Euch wird was Tüchtiges. Der Franzoſe umarmte den neuen Ankömmling, vergnügt über deſſen Entſchluß. Dann plapperte er noch viel von ſeinen Seefahrten und Abenteuern und begnügte ſich, nachdem er den neuen Kameraden aufgefordert, ein Gleiches zu thun, in ſeiner untrübbaren Heiterkeit mit einem dürftigen Bericht deſſelben, worin ſich dieſer wieder als Joſeph Flaxmann aus Burtehude aufführte.

Nach einigen Stunden erſchien der Lieutenant Kreuz mit dem Kapitän d'Armes und dem Regierungschirur⸗ gus, um Flarmann die Montirungsſtücke übergeben und ihn der Vorſchrift gemäß unterſuchen zu laſſen. Der Lieutenant befahl dem Rekruten mit barſchem Tone, ſich zu entkleiden, und als dieſer zauderte, zog der Rieſe ſeinen Degen, um den Widerſpenſtigen mit Schlägen zum Gehorſam zu bringen. Der Jüngling gehorchte mit verbiſſener Wuth. Zaudernd legte er ein Kleidungsſtück um das andere ab, bis auf das Hemd, welches von feiner Leinwand war.

Herunter mit dem Laken! herrſchte Kreuz.Dä⸗

niſche Soldaten werden nicht ſo vornehm gehalten, daß

ſie Hemden tragen wie der König. Hier iſt Dein

Commishemd!'s wird die Haut etwas kratzen, ſcha⸗

det aber nichts, mein Junge. Nun was wird's? Mordelement! Kommt die zarte Fahne bald vom Leibe, ſoll ich ſie Dir herunter reißen, Hallunke?

Der Jüngling ſtand unſchlüſſig, blaß und zitternd. Seine Hände hatten ſich über der Bruſt gekreuzt und krampften in die Muskel, als wolle er dort ein Klei⸗ nod beſchützen.

Höllenfeuer und vierundzwanzigpfündiges Don⸗ nerwetter! kreiſchte der Lieutenant, und ſein kupfer⸗ rathes Geſicht wurde dunkelbrau.So ſoll gleich ein