Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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auch in allen ſchlechten Krügen, Schenk- und Wirths⸗ häuſern in und um Hamburg, bei allen Luſtbarkeiten, auf allen Straßen und Plätzen finden, und ſie ſpü⸗ ren einen fremden Kerl, der eben angekommen iſt, ſo⸗ gleich auf, wie Jagdhunde. Sie ſpielen alle Karten⸗ und Würfelſpiele mit allen Kniffen und Betrügereien ſo fertig, daß ſie einem ehrlichen und in ſolchen Spitz⸗ bubenſchlichen unbewanderten Mann, der ſich mit ih⸗ nen einläßt, bald alles Baare aus der Taſche ziehen. Lieutnant Kreuz ſelbſt iſt der fertigſte Spieler. Die⸗ ſer Mann weiß ſich in der vornehmſten, wie in der gemeinſten Geſellſchaft beliebt zu machen. Euer Geld, Monſieur, theilen die Spione mit ihm, ſie ſtellten auch die Rekruten vor, die Euch hierher begleiteten. Wenn Ihr viel verloren habt, ſo ſtolzirt Kreuz morgen in einem mit goldnen Treſſen beſetzten Rock, einer prächtigen Allongenperrücke, ja wenn er ſelbſt noch glücklich im Spiel geweſen iſt, ſo fährt er wohl gar in einer ſchö⸗ nen Equipage und hat Kutſcher und Bedienten drauf. Ihr aber ſeid verrathen und verkauft.

Es hat nichts auf ſich, verſetzte Flarmann trocken und gleichgültig;ob ich ein paar Thaler mehr oder weniger habe, und Soldat wäre ich doch gewor⸗

den. Ihr ſpracht aber eben, daß Ihr bei der däni⸗ ſchen Flotte Dienſte nehmen wollt, Monſieur wie iſt Euer Name?

Pierre Courtin.

Alſo Monſieur Courtin; ich hätte ebenfalls Luſt, mich dem Seedienſte zu widmen, und ich bitt' Euch, mir guten Rath zu geben und Euch meiner anzuneh⸗ men, da ich vom Seeweſen noch nichts verſtehe.

O ga! dann ſeid Ihr mein Mann! Ventre de Dieu wir wollen zuſammenhalten, wie ein paar brave Schiffsleute; Ihr habt allen Anſtand zu