Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
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und Niemand wiſſe, wohin ſie gekommen ſei. Da der ſtrengſte Befehl der Königin dahin lautete, daß Niemand, ſei es auch wer da wolle, zu den eingeker⸗ kerten Hugenotten zugelaſſen werden durfte, ſo ſchickte Ceſar den Wärter noch einmal hinein und der Her⸗ zog unterſtuͤtzte das Geſuch mit ſeiner vollen Boͤrſe. Noch eh' der Mann wiederkehrte, langte der Haupt⸗ mann Pilloniers an und berichtete dem Herzog auf deſſen Anftage, daß er von der Königin Mutter kom⸗ me und derſelben die gluͤckliche Ausfuͤhrung des An⸗ ſchlages auf die verſammelten Ketzer überbracht habe. Zugleich meldete er, daß die Königin ſo eben Befehl gegeben, mit dem erſten Strahl des Morgens Hand an Gaſtine's Haus zu legen und daſſelbe, wo der gräßliche Graͤuel der Religionsſchändung vor ſich ge⸗ gangen ſei, der Erde gleich zu machen. Das Haus und Alles, was darinnen ſei, habe ſie dem Po⸗ bel geſchenkt. Ein neuer Schrecken fuͤr Ceſar, wel⸗ cher anſcheinend theilnamlos dies Alles mit anhoͤrte. Als nun aber der Gefangenwärter abermals mit der Beſtatigung ſeiner früͤhern Kunde, daß Louiſe nicht unter den Gefangenen ſei, zuruͤckkehrte, da brach ſein verbiſſener, lang zuruͤckgehaltener Schmerz in laute Klagen aus. Villoniers erkundigte ſich beim PHerzoge uͤber die urſache dieſes Jammers, es kam zu Erklä⸗ rungen, und der galante Hauptmann, ſhätte ſich glucklich, dem jungen Kammerherrn die beruhigende Verſicherung zu geben, daß die vermißte Schweſter