Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
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zu unſerer Unterſtuͤtzung. Der Prinz von Oranien ſchickt uns Schaaren ausgewanderter Niederländer, wo die ſpaniſchen Bluthunde die Grafen Egmont und Horn vor wenigen Monaten geſchlachtet haben. Sind wir erſt frei, dann wollen wir ihnen beiſtehen und das ſpaniſche Volk fortjagen und Chriſti reine Lehre uͤber die Welt ausbreiten, damit bald ein Hirt und eine Herde ſei. Darum habt nur noch ein klein wenig Geduld, meine armen Schaͤflein; bald ſingen wir froh und laut: Ehre ſei Gott in der Höhe! Laßt uns fleißig beten, daß das Werk zu Stande kom⸗ me! c. 16

Nach beendigter Predigt ſchickte ſich der Predi⸗ ger und die andern ihm untergeordneten Geiſtlichen zur Feier des Abendmahls an. Brot und Kelch wur⸗ den auf den Altar geſetzt, die Einſetzungsworte ge⸗ ſungen. Das Brot wurde von le Char herumge⸗ reicht; doch als er den Kelch faßte, ſchmetterte plotz⸗ lich ein gellender Pfiff in Aller Ohren. Erſchrocken wandten ſich alle Haͤupter der Calviniſten, aber der Schrecken wurde zum Entſetzen, als ſie ſich von ei⸗ ner anſehnlichen Schaar wuͤthender Jeſuiten und be⸗ waffneter Soldaten umgeben ſahen. Ein wirres Schre⸗ ckensgeſchrei des weiblichen Perſonals wurde von ei⸗ nem lauten Getöſe von außen uͤbertäubt. Es kam näher durch Gaſtine's Gang. Die geheime Thuͤre wurde geſprengt, und eine unzählige Maſſe Soldaten ſtrömten hohnlachend und ſpottend herein. Sie wur⸗