Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
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Gott und ſeinen gekreuziglen Sohn wahthaftig und offenbar vor allem Volke am hellen Tage in den ſchoͤn⸗ ſten Kirchen und Bethäuſern verehren. Die Zeit na⸗ het mit Rieſenſchritten, wo Belial, der ſich fur ei⸗ nen Statthalter Chriſti ausgibt, von ſeinem Throne geſtuͤrzt wird, und wir regieren werden. Die Schlange wird an ihrem eigenen Gifte umkommen. Verkuͤn⸗ det ſei es allen wahrhaftigen Chriſten, daß, waͤhrend wir hier im ſchlimmen Druck noch heimlich die Feier des Michaelsfeſtes begehen, in unſter geliebten rein⸗ gläubigen Stadt la Rochelle in Poitou ein großes, ſtarkes, gut bewehrtes Heer unſerer Glaubensgenoſſen ſchon ſchlagfertig beiſammen ſteht, daß der große Ad⸗ miral Gaspar von Coligni, unſer Fels, auf den wir getroſt bauen können ſein hartes ſcharfgeſchliffenes Schwert mit alter gewohnter Tapferkeit ſchwingt, und in der Seele vor Kampfgier gluht, das ſchlechte Pfaffen⸗ volk abzuſchlachten, daß die fromme, gottbegeiſterte Kö⸗ nigin von Navarra mit ihrem einzigen hoffnungsvol⸗ len Sohne in Rochelle angelangt iſt, ihren Prinzen, einen Bourbon hoͤrt es ihr Freunde! einen Bourbon an die Spitze des Heers ſtellen will, und dadurch alle calviniſtiſchen Herzen zu kuhnen gewal⸗ tigen Thaten entflammt hat. Viele hundert der tapferſten Edelleute ſind in la Rochelle, der Prinz Condé füͤhrt ſie an; unſre Bruͤder, die Proteſtanten in Deutſchland, ſenden große Heere wackerer Streiter und die Deutſchen kennt Ihr ja als Eiſenfteſſer