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deren Reizesfuͤlle ſich unter meinen Augen entwickelte und enthullte. Meine mit jedem Tag heißer werdende Leiden⸗ ſchaft zu ihr bildete mich zum dienſtfertigſten, gewandte⸗ ſten Diener, zum geſchickteſten Kaufmann. Herr Gaſtine zeigte mir oft die größten Beweiſe ſeiner Zufrieden⸗ heit und ſeines freundſchaftlichſten Wohlwollens; auch Madelon benahm ſich immer hoͤchſt liebreich gegen mich, Madame Gaſtine ſchmeichelte mir, und eh' ein Jahr verging, war ich im Hauſe nicht mehr Lehrling, ſondern Kind geworden. Zu jener Zeit ließ ſich Herr Gaſtine zuweilen in mir damals ganz ſeltſam vor⸗ kommende Unterhaltungen ein, wenn ſich's traf, daß ich mit ihm allein war, und bald bemerkte ich, daß er abſichtlich mit mir allein zu ſein und mit mir uͤber
die Religion zu ſprechen ſuchte. Nach langem Reden
entdeckte er mir endlich, daß er mit ſeiner ganzen Fa⸗ milie dem Calvinismus zugethan und daß dies die wahre apoſtoliſche Kirche Chriſti ſei. Mehr als ſein heftiges Zureden wirkte Madelons Freundlichkeit. Die Verfuͤhrung gelang, ich wurde ein Ketzer, weil ich gewiß wußte, ich wurde außerdem Madelons Hand nie erhalten. Und um ihren Beſitz haͤtte ich damals Alles gethan.“
„Der Teufel hat Dich verblendet, mein armer Sohn,“ ſagte hier der Pater Ambroiſe, und Mada⸗ me André ſchlug in einer Anwandlung von boͤſem Grauen vor dem Trug der Hölle ein maͤchtiges Kreuz. Maurice aber fuhr fort, mit giftiger Zunge ſeine Schick⸗


