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Abſolution erhalten. Verlaß Dich auf mein Wort, armer, guter verfuͤhrter Junge. Doch erzaͤhle nun ſchnell, wie das Alles gekommen und berichte von der uns ganz unbekannten Ketzerei in Deines Prinzipals Hauſe.“
„Biſt unſchuldig, lieb Söhnlein,“ hätſchelte Madame André,„verfuͤhrt, beinahe fuͤr ewig verlo⸗ ren. O heiliger Antonius, Todesſchauer uͤberlaufen mich, wenn ich nur daran denke. Doch erzaͤhle, mein unglucklicher Liebling.“
„Nach meines Vaters Tode wollte ich Geiſtli⸗ cher werden. Doch einſt ſah ich die älteſte Tochter des Kaufmann Gaſtine, eben dieſe Madelon. Sie war damals erſt vierzehn Jahr alt, aber ſchon eine ausgezeichnete Schoͤnheit. Ich muß geſtehen, ich ver⸗ liebte mich ſogleich damals ſterblich in ſie und faßte auch ohne Weiteres den Plan, ein Kaufmann zu werden und mich bei Herrn Gaſtine, dem Handels⸗ freunde meines Vaters in die Lehre nehmen zu laſſen. Durch Fleiß, Ordnung, Aufmerkſamkeit und unaus⸗ geſetzte ſtrenge Dienſte, ſowohl Herrn Gaſtine als der ſchoͤnen Madelon geweiht, wollte ich mir Beider Gunſt erwerben und mein begehrliches liebeentzuͤnde⸗ tes Herz zweifelte keinen Augenblick daran, daß ich durch alle dieſe Tugenden die Hand der Angebeteten gewinnen wuͤrde. Ich fuͤhlte Tag und Nacht keine Ruhe, bis ich mein naͤchſtes Ziel erreicht hatte, und nun täglich und ſtuͤndlich um Madelon ſein durfte,


