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und die gute Frau prieß ſich glucklich, einen in jeder Hinſicht ſo ausgezeichneten Beichtvater zu beſitzen. So war die zehnte Stunde ſchon voruͤber, und der Pater ſchickte ſich an, das Haus der frommen Witwe zu verlaſſen, um der böſen Welt keinen ar⸗ gerlichen Verdacht zu geben. Er griff nach dem Buchsbaumzweig, welcher unter dem Bilde des heili⸗ gen Antonius unter der Thuͤr quer uͤber dem Weih⸗ keſſel lag, tauchte ſeine Blätter in das geweihte Waſ⸗ ſer und beſprengte damit die Witwe und ihr keuſches Lager, um ihr dadurch eine ruhige Nacht zu bereiten. Sie dagegen ergriff den Saum ſeines Rockes, um einen demuͤthigen Kuß darauf zu druͤcken, da raſſelte und toſete es plötzlich gewaltig an der Hausthuͤre. Staunend ob der ſpäten Störung gab Frau André Befehl, aufzumachen, huͤllte ſich in ihr Nachtkleid und erwartete den ungeſtuͤm Eintretenden. Aber kaum ward die Zimmerthuͤre geoffnet und die Lichtſtrahlen fielen auf Maurice's bleiches mit Blut beſchmiertes Geſicht, auf ſein zerzauſtes mit Gaſſenſtaub gepuder⸗ tes Haar, auf ſeinen zerriſſenen und beſchmuzten Rock, als die erſchrockene Frau einen furchtbaren Schrei ausſtieß und ohnmächtig in die Arme des beſorgten Pater Ambroſius ſank. Dieſer hatte nichts Eiligeres zu thun, als das Marmorbild auf das Ruhebette zu tragen, nach dem Buchsbaumzweige zu greifen, und die Ohnmächtige damit weidlich zu benaͤſſen. Zwi⸗ ſchen die Gebetformel, welche er dabei durch die Zähne


