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kleidet geweſen— und es in einen großen alten Reiterſtiefel geſteckt, der ihm zum Flicken gebracht worden war, ſich ſelbſt hatte der gewaltige Knecht Gottes auf ſeinen Schuſterſchemel geworfen, hatte ei⸗ nen Schuhdraht, Pfrieme und Pech ergriffen, und arbeitete ſo friſch drauf los, als wuͤrde noch in dieſer Nacht die Fußbekleidung hochſt nothwendig gebraucht. Alſo erwartete er, dem Anſchein nach, ruhig die Dinge, die da kommen ſollten. Als aber der kleine Kauf⸗ mannsdiener auf ſo ganz originelle Weiſe ſeinen Ein⸗ tritt in das Zimmer nahm, fuhr der gefaßte Schuh⸗ flicker doch mit Entſetzen und Grauen vom Schemel in die Höhe, ließ Leiſten und Pfrieme fallen, ſtieß den Werkeltiſch um und retirirte ſich in die Kammer. André erhob ſich und ſuchte den Prediger mit den Augen, indem er die unzuſammenhaͤngenden Worte ausſtieß:„Monſieur le Char— Duc de Guiſe— Madelon— Rache— niederträͤchtig—„Wo ſeid Ihr? Helft! Rettet! Räͤcht! Tod und Verderben!“ Dabei ballte er die Fäuſte wieder, weinte und ſtöhnte und trocknete ſich mit ſeinem Rocke Blut und Thraͤ⸗ nen ab. Der Prediger in der Kammer ſchwitzte vor Angſt; denn er war feſt uͤberzeugt, der arme André ſei verruͤckt geworden, und werde Gewaltthätigkeiten an ihm verrichten. Er verhielt ſich daher eine Weile„ ruhig, und als André, von Schmerz und Verzweif⸗ lung gefaßt, von Abſpannung hingeriſſen, ſich auf ei⸗ nen Stuhl geſetzt und ſein brennendes Geſicht auf Storchs Fanatiker. 1. 18


