Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

——————————

ſollte. Margot Saiſon iſt ſiebenzig Jahr alt geworden, und hat ſie noch Niemand dumm geſcholten. Schon hatte ich eine derbe Strafpredigt fuͤr Pierre ausgedacht, daß er uns den fremden Burſchen zugefuͤhrt, aber er kam ſeit jenem Abend nicht wieder uͤber unſere Schwelle, ſondern ſtatt ſeiner jedesmal jener ſchwarzlockige Trotz⸗ kopf, der ſich Jacques Clarin nennt, der mir aber faſt auf alle Fragen die Antwort ſchuldig geblieben iſt, oder wenn er ſie gab, immer kurz ab, muͤrriſch trotzig oder ſtolz. Die Sache wurde mir bald bedenklich, und ich nahm mir vor, einen Weg in das Haus des Herrn d'Alban daran zu ſetzen— und wirklich ſuchte ich Pierre dort auf. Der arme Junge erſchrak bei meinem Anblick; das war kein gutes Zeichen. Ich nahm ihn bei Seite, ſetzte ihn uͤber ſein unerklärliches Wegbleiben zur Rede, und verlangte reinen Wein eingeſchenkt uͤber den mir verdaͤchtigen Jacques; da rannen dem lieben Bur⸗ ſchen Stroͤme von Thraͤnen aus den Augen und er ſchluchzte, es haͤtte einen Stein erbarmen moögen. Als ich nun beſtuͤrzt vor ihm ſtand, und nicht wußte, was ich daraus machen ſollte, bat er mich mit kläglicher Stimme, ich ſolle weiter nicht in ihn dringen, aber er könne mich bei Gott und unſerm Heiland verſichern, er duͤrfe nicht anders handeln und am wenigſten wieder in unſer Haus kommen, da er nur zu gut wiſſe, wie Jeanette den Jacques weit mehr liebe, als ihn, oder wie ſie vielmehr nur fuͤr jenen wahre Liebe empfinde. Er bedauerte, daß er meinen ihm ſo lieben Umgang mei⸗