Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
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hen. Der Vorwand war bald gefunden, und als ſich Theophile mit der Tante allein ſah, begann er ernſt:

„Euch, Jungfer Tante, habe ich vor funf Jah⸗ ren, als ich meinem Handwerk nach wieder in die Welt zog, zur Waächterin uͤber Jeanetten beſtellt, und Eure allgeſchätzte Sittſamkeit, Eure Verwandt⸗ ſchaft mit uns und Eure Liebe zu dem Mädchen verbuͤrgten mir hinlaͤnglich, daß ich keine beſſere Wahl treffen konnte. Gebt mir nun Rechenſchaft, wie habt Ihr den Schatz verwaltet, den ich Euch anvertraut? Ihr wißt ſelbſt, daß ich Veranlaſſung gefunden habe, zu glauben, es ſei nicht Alles, wie es ſein ſollte, und Eure eignen Meden geſtern Abend haben mich ſtutzi⸗ ger mcht; zudem habt Ihr mir bei der Erzaͤhlung von Allem, was in der Stadt ſeit meiner Abweſen⸗ heit geſchehen, wohl und weislich verſchwiegen, was im eigenen Hauſe ſich zu getragen. Darum löſ't das Band Eurer Zunge, welches doch wohl nur Jeanet⸗ tens Gegenwart feſt hielt, und thut mir treu und redlich, ohne mir irgend etwas zu verſchweigen, kund, was hat es fuͤr ein Bewandniß mit jenem jungen

Geſellen, der mich geſtern Abend ſo barſch anfuhr, als ſei er hier der Herr im Hauſe? Huͤtet Euch aber

wohl, mir irgend eine Unwahrheit zu ſagen, denn Ihr muͤßt wiſſen, daß ich mich nachher ſogleich zum Herrn Buͤrgemeiſter dAlban verfuͤgen, und ihm meine Entdek⸗ ung mittheilen werde, da mich ohnedieß ſehr drin⸗ gende Geſchäfte zu ihm fuͤhren.“