Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
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Drittes Kapitel.

Dort oben auf dem Berge, Da ſteht ein Mülenrad, Das malet nichts als Liebe, Die Nacht bis an den Tag. ₰ Die Mühle iſt zerbrochen, Die Liebe hat ein End. So ſegn' Dich Gott, mein feins Lieb! Zett fahr' ich ins Ellend. Deutſches Volkslied: Vom Noſengarten.

Die Fruͤhe des folgenden Morgens fand den ruͤ⸗ ſtigen Krieger ſchon beſchäftigt, den ſtäͤhlernen Bruſt⸗ harniſch, Schwert, Gehenge und Sporen zu putzen, dem Helm, Koller und dem Reitzeug Glanz und An⸗ ſehen zu verſchaffen, und Schweſter und Tante fan⸗ den ihn, als ſie ihm den Morgengruß zu bieten ka⸗ men, bereits in voller Thätigkeit. Als er bemerkte, wie roth Jeanettens Augen waren, die gewiſſe Folge ei⸗ nes anhaltenden nachtlichen Weinens, ſchnitt es ihm faſt durchs Herz, und Böſes aus dieſem ſchlimmen Zeichen ahnend, nahm er die Tante bei Seite, und bat ſie, Jeanetten auf eine Stunde durch einen ſchick⸗ lichen Vorwand aus dem Hauſe zu entfernen, bevor ſeine Ankunft unter den Nachbarn, Verwandten und

Freunden bekannt werde, und man komme ihn zu ſe⸗ Storchs Fanatiker 1. 3