Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
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Triumphe nach der noch geoffneten Stube zu führen, aber die Nichte ſchien ſie aͤngſtlich von dieſem Vorha⸗ ben zuruͤckzuhalten, und Theophile bemerkte deutlich, wie eine hohe Purpurrothe das ſchöne ausgebildete Ge⸗ ſicht der Jungfrau uͤbergoſſen hatte, wie ihre Augen verſchämt den Boden ſuchten. Indem er nun ſeinen Arm wieder um Jeanettens Leib legte, und mit gedaͤmpfter Stimme rief:Wie geht es Euch, Ihr, meine theu⸗ ren, geliebten Menſchen? ließ er ſich von der un⸗ geſtuͤmen Tante nach der Sttiege fortziehen. Kaum aber hatte er die erſte Stufe betretenals ihm aus der dunkeln Stube ein junger Menſch entgegen trat, deſſen Geſichtszuge er wegen des ſchwachen Lampen⸗ ſchimmers nicht deutlich erkennen konnte; aber ein ſchwarzes Auge blitzte ihm feurig entgegen, er ſah ein ſtark gelocktes Haar auf Ruͤcken und Schultern herab fallen, ſah einen gedrangten Körperbau in der ſchlichten, grauen Tracht, welche alle dienende Perſonen der Calviniſten zu jener Zeit zu tragen pflegten.

Ohne Theophile nur eines Blickes zu wuͤrdigen, geſchweige ihn zu grußen, ſchritt der Fremde ſtolz und trotzig an ihm voruͤber, faßte Jeanetten bei der Hand, fluͤſterte ihr etwas mit drohender Geberde ins Ohr, und war ſchnell durch die noch offenſtehende Hausthuͤre verſchwunden. Nachdenklich über den frem⸗ den Gaſt im väterlichen Hauſe, ſetzte Theophile den verzögerten Gang fort, und ſah ſich nach der mit der