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in aufgeregter Seelenſtimmung, wie auf den erſten Blick nicht zu verkennen war, aus der weit geoffneten Thuͤre die Stiegen herab, ihrem Bruder an die Bruſt. Sie hatte ihn an der Stimme zu erkennen geglaubt, und als ſie nun durch das Fenſterlein, welches aus der Stube in die Hausflur und die Schmiedeeſſe fuhrte, ſeine Geſtalt und die Zuͤge ſeines Geſichtes gewahrte, folgte ſie dem Drange ihres Herzens. Theophile wei⸗ dete ſeine Augen einige Zeit an der hohen, edlen Ge⸗ ſtalt ſeiner Schweſter, und mit Wohlbehagen fuhlte er an ſeiner Bruſt die Wärme ihres Athems; denn ſie hatte ihr Geſicht an derſelben vergraben. Er fuͤhlte mit Entzuͤcken die Schlaͤge des Schweſterherzens, des einzigen, welches er auf der ganzen Erde ſein nennen konnte. Der ſtaunenden Tante wurde der ſeltſame Auftritt nicht eher klar, bis Jeanette ihr Geſicht er⸗ hob und ihr in einem aufgereizten Tone zurief:„Mein Bruder Theophile! Kennt Ihr den Schmied nicht mehr, Margot?“ Da trippelte die Alte freudig, ſtrich ſich das ſchneeweiße Haar hinter die Haube, ſtellte die Leuchte auf den ungeheuern Ambos, der immer noch auf der alten Stelle ſtand, breitete beide Arme zitternd aus, und rief als ihr Theophile die Hand zärtlich druͤckte:„Herr, nun laͤſſeſt Du Deine Dienerin in Frieden fahren, denn meine Augen haben Deinen Auserkornen wieder geſehen,“ und ſeinen rechten Arm faſſend, während die bluͤhende Jeanette den linken hielt, ſtellte ſie ſich an, den geliebten Neffen im


