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Henriette, und ehe er weiter kam, die nachfolgenden blutigen ſich auszumalen, hielt er vor dem Hauſe, durch deſſen niedere Scheibenfenſter ihm das Licht einer Lampe entgegen leuchtete. Schnell war er vom mu⸗ den Roſſe herunter und ergriff die große eiſerne Klinke der Hausthuͤr, die er zu ſeinem Verdruſſe verſchloſſen fand. Ungeduldig uͤber die ſeine Sehnſucht hemmende Feſſel, klopfte er unſanft und nach Art der Soldaten an.
„Wer haͤmmert ſo unwirſch an die Thuͤre?“ fragte eine junge männliche Stimme heftig und barſch aus dem Fenſter.
„Wer hat hier zu fragen?“ erwiederte Theo⸗ phile ebenſo, nur noch erbitterter.„Thut die Thuͤre auf, dann ſollt Ihr ſehen, wer ich bin, und wie ich ein Recht habe, alſo anzuklopfen.“ Dabei unterließ er nicht, mit ſeinen Waffen einen ehrfurchtgebietenden Ton von ſich zu geben, der auch in ſo fern ſeine Wir⸗ kung nicht verfehlte, als wenige Augenblicke darauf der ſchwere Riegel zuruckgeſchoben, und die Thuͤre geoͤff⸗ net ward. Gebuͤckt trat ihm die alte Tante mit der Leuchte entgegen; ſie erkannte den baͤrtigen, mannbar gewordenen Kriegsmann nicht. In der niedrigen Wohn⸗ ſtube vernahm der Ankoͤmmling in demſelben Augen⸗ blicke einen heftigen Schrei einer weiblichen Stimme, hoͤrte gleich darauf ſeinen Namen laut rufen, dam ein Geräuſch, wie wenn zwei verzweifelt mit einander ringen— endlich wurde die Thuͤre der Stube aufge⸗ riſſen, und Jeanette ſtuͤrzte mit fliegenden Haaren und


