St. Denis hat mich mein General ehrenvoll ausgezeichnet
und der große Admiral vertraute mir die Stelle eines Un⸗ teranfuͤhrers.“
„Deine ausgezeichnete Tapferkeit pur Dir ein Recht auf eine Hauptmannsſtelle gegeben,“ fiel dAr⸗ mevall dem Sprecher in die Rede.„Doch Coligni's Freundſchaft, die Du Dir erworben, iſt mehr werth als der Poſten eines Hauptmanns. Deine edle Beſcheiden⸗ heit erlaubt Dir nicht weiter von Deinen Verdienſten um die Sache der Calviniſten zu ſprechen. Zum Gluͤck ſind ſie mir aus andern Quellen bekannt, und ich darf ſtolz darauf ſein, Dich meinen Freund, meinen Lebensret⸗ ter nennen zu duͤrfen. Doch fahre in Deiner Etzah⸗ lung fort.“
„Ich habe nichts mehr zu erzählen, Lieber. Seit jener Schlacht kennſt Du mich; nichts i in meinem Leben blieb Dir verborgen. Du weißt, daß mir Henriette ſtets noch im Sinn liegt, und wahrlich, ich wage nicht zu unterſcheiden, ob die heftige Sehnſucht, welche mich nach der geliebten Vaterſtadt und zu Tante und Schwe⸗ ſter zieht, nicht noch vom Gedanken an Henrietten ver⸗
ſtaͤrkt wird. Doch ich habe mich bekämpfen gelernt,
und Henriette iſt gewiß jetzt das gluͤckliche Weib eines Edelmannes und vielleicht gar nicht mehr in la Rochelle. Mochte der gůtige allbarmherzige Gott ihr ein ihrer Lie⸗ benswuͤrdigkeit angemeſſenes Loos bereitet haben! Moͤchte ihr Gemahl des Gluͤckes, welches ihm der Himmel berei⸗ tet hat, wuͤrdig ſein und es zu erkennen wiſſen! Gott
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