Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
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Nicht anders. Und deshalb ſag' ich Dir noch einmal, es dauert nicht lange mit der Herrlichkeit. Bald wird die Kriegsdrommete wieder uͤber das ungluͤckliche Frankreich tönen und Franzoſen gegen Franzoſen treiben, damit endlich der roͤmiſche Drache geſturzt werde.

Alſo laß uns auf baldiges Wiederſehen trinken!

Auf baldiges Wiederſehen in den duͤſtern Schlacht⸗ reihen calviniſtiſcher Streiter, die fuͤt den wahren Glau⸗ ben und der Bourbons heilige Sache käͤmpfen! Sie

ſtießen an, umarmten und kuͤßten ſich und leerten die Becher.

Da wir nur heute S ginp⸗ be⸗ gann d'Armevall, als ſie wieder auf ihren Gaͤulen ſaßen, ſo wollen wir Nachmittags nicht ſo wild drauf los rei⸗ ten, ſondern uns noch ein Paar Stunden vernuͤnftig unterhalten. Du kannſt die kleine verlorne Zeit in den folgenden Tagen wieder beibringen, und wenn auch nicht, ſo langſt Du immer noch bald genug in Rochelle an, um Deinem alten Buͤrgermeiſter die nicht ſehr tröſtliche Nachricht vom geſchloſſenen Frieden zu hinterbringen und Deine Briefe abzugeben.

Es ſei, lieber dArmevall, verſetzte charlet. Biſt Du mir doch ſeit einem Jahre, welches ich Dich nun kenne, der theuerſte Menſch auf der Erde geworden. Wie ſollt' ich nicht, da ich Dich doch einmal nicht mit nach la Rochelle fuͤhren kann, wie ich nun wohl einſehe, Dir den heutigen Nachmittag noch ſchenken. Möchte ich Dir doch gerne mein ganzes Leben weihen!