Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
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Nymphen hat ſie ihm zugeſchickt, und der Friede war ab⸗

geſchloſſen. Haͤtte er ſich jetzt nicht vom Wahnſinn der Leidenſchaft hinreißen laſſen, hätte er jetzt den Ein⸗

gebungen der Beſſern gefolgt, er könnte in dieſem Au⸗

genblick Ludwig der Dreizehnte, Koͤnig von Frankreich ſein nzc Gott ſei's geklagt, wir Calviniſten ſind doch ein ar⸗ mes, verlaſſenes Volk! ſeufzte Charlot.Mußten nicht tauſende unſrer Bruͤder mit ihrem Herzblute unſte Exi⸗ ſtenz erkaufen? Und wenn uns der gerechte Himmel ein⸗ mal gnadig iſt, wenn die Sache des reinen apoſtoliſchen Glaubens uͤber das Teufelsſchmiedewerk des Papismus ſich erheben will, wenn die wahre geoffenbarte Religion, wie ſie der Herr Chriſt, als er noch auf Erden gewan⸗ delt, ſelbſt gelehrt und verkuͤndet, triumphirend das Haupt erhebt und der ihr blutig aufgehenden Sonne der Freiheit ſehnſuͤchtig entgegen blickt, da o man mochte verzweifeln! da fuͤhrt die ſinnliche Leidenſchaft, die weltliche ſundliche Luſt ihre ſchwarzen Wolken herauf und verfinſtert die Sonne; das Blut iſt vergebens ausge⸗ ſtroͤmt, deſſen Opfer ſie herauf beſchwor, und die reine wahre Religion erliegt wieder dem hinterliſtigen Angriff des abſcheulichen Drachen.

Glaube mir, beſter Charlot, erliegen wird ſie nicht. Die Unſchuld kann leicht von den Kunſtgriffen der Nichts⸗ wuͤrdigkeit geblendet, aber nie ganz beſiegt werden. Gott im Himmel ſieht lange dem graͤulichen Unfuge mit Langmuth zu, wenn aber die Kinder des Teufels ſich alle