Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1832)
Entstehung
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St. Pau!, ſo wie Amſterdam, wurden 1697 von dem hollaͤndiſchen Seefahrer Flami tdeckt und bekannt. St. Paul iſt etwa 5 Meilen lang und

3 breit, und liegt in 38 42 ſuͤdlicher Breite, 770 63

öſtlicher Laͤnge.

Der Menſch hat dieſe Inſel noch nicht zu einem feſten Wohnſitz gemacht, und der Schopfer des Welt⸗ alls gab Geſchoͤpfen nicht das Daſeyn, wo ſich keine binreichenden Mittel zum Unterhalte fanden

Seekaͤlber gibt es eine Menge zu St. Paul; al⸗

lein ſie ſind nicht mehr ſo zahlreich, als ſonſt, da alle

Jahre ihrer zu viele getodtet werden. Eigene Expe⸗ ditionen dazu werden ausgeruͤſtet. Das Seckalb (Seehund, Seewolf n. ſ. w.) ſcheint nicht nur ſehr an ſeinen Jungen zu haͤngen, ſondern ſie auch kraͤftig zu vertheidigen. Ein Matroſe von Niſus ſuchte, als man gelandet war, ein Junges lebendig zu bekom⸗ men, und hatte es ſchon in den Armen, als die Mut⸗ ter ihn niederwarf, und ihr gefangenes Junge be⸗ freiete.

Fiſche gibt es hier in ſolcher Menge, daß es ſcheint als habe die Natur das Land durch die See ſchad⸗ los halten wollen. Prior ſah eine große Menge Waſſervoͤgel, beſonders Albatros, Sturmvoͤgel, Pin⸗ gufnen und eine Menge andere, die man in hoͤheren Breiten findet. Der Sturmvogel hier uͤbertrifft den europaiſchen an Groͤhe.