Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1832)
Entstehung
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fruchtbar. Hier wachſen verſchiedene indiſche Getreid⸗ arten in Menge, Zuckerrohr, herrlicher Tabak, Indigo, Baumwolle und andere tropiſche Fruͤchte. Außer dem Lickbaum findet man hier alle indiſchen Holzarten.

Ava oder Birma beſitzt Mineralſen in Menge. An der chineſiſchen Grenze, 6 Tagreiſen von Ba⸗ nuo, befinden ſich Gold⸗ und Silberminen, Bamuen genannt. Dergleichen Bergwerke nebſt Rubinen und Saphiren enthaͤlt das Gebirge Wubulutahn nahe bei dem Kinduemfluſſe. An Eiſen, Blei, Zinn u. ſ. w. hat Birma ebenfalls großen Ueberfluß. Diamanten und Smaragden gibt es in Ava nicht, deſto mehr aber Amethyſten, Granaten, Chchſoliten, Jaſpis und MWagnete. Marmorbruͤche werden in der Naͤhe der Hauptſtadt bearbeitet. Die Bildniſſe des Gaudma werden aus dieſer Steinart verfertigt und eben deß⸗ wegen wird ſie fuͤr heilig gehalten. Die Ausfuhr die⸗ ſes Steines iſt ohne allerhoͤchſten Befehl verboten.

Die birmaniſche Hauptiadt treibt anſehnlichen Handel mit der chineſiſchen Landſchaft Bunan. Der große Fluß, welcher das ganze Reich durchßroͤmt, be⸗ fordert den Handel der Hauptſtadt mit den ſudlichen Provinzen.

Die Birmanen haben, wie die Chineſen kein ge⸗ muͤnztes Geld. Silberbarren und kleine Stuͤcke ſind

die Landesmuͤnze. Gewicht und Feinheit beſtimmen

ibten Werth, welchen die Einwohner ſehr geſchickt