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aber lebhaft und von guter Dauer, und werden gegen die Gewohnheit der öſtlichen Gegenden verſchnitten.
Die Hauptkriegsmacht der Birmanen beſteht in Kriegsboͤten. Jede am Fluſſe gelegene Stadt muß nach ihrer Groͤße eines oder mehrere Fahrzeuge mit der erforderlichen Mannſchaft ſtellen. Die großten ſind so— 100 Fuß lang, aber nur s Fuß breit. Jeder Ru⸗ derer iſt mit einem Spieß und Saͤbel bewaffnet. Auſ— ſerdem iſt jedes Boot noch mit 30 Musketiren be⸗ maunt.— Die urſpruͤnglichen Waffen der Birmanen beſtehen aus Speeren, Wurfſpießen, Armbruͤſten und Sabeln. Mit letzteren faͤllt auch der Landmann ſeine Baͤume, hackt Bambästohr und ſchuͤtzt ſich gegen wilde Thiere. Er geht nie ohne Seitengewehr aus und traͤgt auf Reiſen auch einen Schild.
Obgleich dem Birmanen ſeine Religion Thiere zu toͤdten verbietet, ſo thut er dieß bloß nur bei den Hausthieren, ſtellt aber dem Wilde deſto mehr nach⸗ Die niederen Volksklaſſen naͤhren ſich auch von Eidech⸗
ſen, Guanas und Schlangen. Beſonders lteben die
Birmanen Vegetabilien.
Große Hitze und Kaͤlte empfindet man in Birma ſelten. Die ungewoͤhnliche Hitze vor der Regenzeit haͤlt gewoͤhnlich nicht ſo lange ar, um Beſchwerden zu verurſachen. Der Boden im ſuͤdlichen Theile von Birma erzeugt trefflichen Reis, nur die noͤrdlichen Landſtriche ſind gebirgig, die Etenen und Thäler aber, in der Nachbarſchaft des großen Fluſſes ungemein
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