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denen Haare mit einem geſtickten Bande und andern Zierrathen. Ein kurzes Hemde peicht bis an die Ma⸗ genhoͤhle und iſt hier feſt zuſammengezogen. Ueber dieſes tragen ſie eine weite Jacke mit engen Aermeln und um den Unterleib ein Stuͤck Seidenzeug, welches bis auf die Fuͤße reicht und zweimal um den Unterleib geſchlungen wird. Beim Ausgehen werfen ſie einen langen ſeidenen Mandel um, welcher kreuzweiſe den Buſen bedeckt. Die geringern Weiber wickeln ein vier⸗ eckiges Stuͤck Zeug um den Leib, welches kaum die Bruſt bedeckt undbis auf die Knoͤchel reicht. Da die⸗ ſes vorn offen iſt, ſo kommen bei dem Gehen die Bei⸗ ne hervor, ſo dab der Schenkel bis auf die Haͤlfte ent⸗ bloͤßt wird.
Geputzte Damen faͤrben die flache Hand und die Naͤgel mit rother Farbe und beſtreuen ihren Buſen mit gepulvertem Sandelholz oder mit der Rinde Sunneka,
mit welcher auch das Geſicht gerieben wird. Maͤnner
und Frauen faͤrben ihre Zaͤhne und Augenlieder ſchwarz. Die gemeinen Arbeiter geben bis an den Unterleib ganz nackt.
In den Geſichtszuͤgen aͤhneln die Birmanen mehr den Chineſen, als den Indiern. Auch ſind die Weiber in den noͤrdlichen Provinzen viel weißer, als die Indianerinnen, aber nicht ſo zart gebaut. Sie baben Anlage zum Fettwerden, und ſchwarzes, grobes und langes Haur. Die nicht großen Mannsperſonen ſind gewandt und ſtark, und ſehen jugendlich aus,
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