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am Ende iſt ein Kanal, welcher bis Bnſſien geht und bei der Fluth a2 Fuß Waſſer hat. An der Weſt⸗ ſeite iſt an den Ufern eines kleinern Kanals dos Dorf Mima⸗Schunraa ganz von luͤderlichen Weibsrer⸗ ſonen bewohnt. Viele von ihnen kommen oft unſchul⸗ dig zu dieſer Lebensart; denn in Pegu beſteht das Geſetz: daß Schuldner, welche nicht bezahlen koͤnnen⸗ als Sklaven verkauft werden. Reicht dieſes nicht zu, ſo widerfaͤhrt dasſelbe ihren naͤchſten Verwandten. Sind die verhandelten Wetber ſchoͤn, ſo verkauft ſie der Aufſeher an den Aufſeher dieſer Unſchuldigen, welcher ſich mit dem Verdienſte ihrer Reize bezahlt macht. Veberhaupt behandelt manndie Weiber bei den Birmanen ohne Schonung und haͤlt ſie wenig uber die Thiere erhaben. Die gemeinen Leute verkaufen ihre Wetber und Toͤchter ohne Bedenken an Fremde, ohne daß es dieſen zur Unehre gereicht.
Da meilne Abreiſe nach Ummerapura feſigeſetzt wir und ich Boote kaufen wollte, ſo verſicherte der Mohwuhn, daß es ihrem Herkommen zuwider ſey⸗ dergeichen von fremden Geſandten bezahlen zu laſſenz zuglerh ſetzte er uns von der Bereitſchaft einiger Bpote in Kemtniß, an welchen wir etwas von europäiſchen Zimmereuten aͤndern ließen.
Uum ieſe Zeit machte ein Befehl vom Hofe viel Aufſehen. Der Kaiſer von China wuͤnſchte noch vor ſeinem Tode einen Alligator und ein Rhinveeros zu ſehen; um hatte dieſen Wunſch durch einen Geſand⸗


